Saudi-Arabien?????????

Immer und immer und immer wieder ungläubige Blicke angesichts dieses Ziel. Aber: Jau, Saudi Arabien. Auf meiner Liste standen ja andere Länder deutlich weiter oben, aber der Familienrat war genau dieser Meinung. Und jetzt freue ich mich auch. Alle sind neugierig, gespannt und voller Vorfreude.


Die Idee gibt's schon seit Anfang des Jahres. Es hat nur ein bisschen länger gedauert, bis wir sie alle ernst genommen haben. Wir wussten, dass man offensichtlich inzwischen als Tourist nach Saudi einreisen kann, aber wer wie was hatten wir keine Ahnung. Im Februar war Hans auf einer Dienstreise dort in Damam und hat Arbeitskollegen getroffen, die Saudi Arabien bereist hatten und begeistert sind. Google wusste, dass Saudi seit 2019 Touristen ins Land lässt und plant, den Tourismus als Nachfolge fürs Öl in Geld umzuwandeln.

Auf demselben Wege lernten wir, dass die Saudis begeisterte Camper sind. Klingt, wie für uns gemacht.


Auf der Suche nach einem Reiseführer, also einem Buch über das Land, haben wir genau DEN Reiseführer gefunden. Einen gibt es, erschienen 2024.

Riecht nach Abenteuer, Ursprung, Natur und Authentizität - wenn wir uns beeilen. Denn gigantische, spektakuläre, völlig übertriebene, alles übertreffende Unterkünfte, Attraktionen, Touristenfallen sind längst geplant.


Nahezu ohne Unterstützung mussten wir uns um alles selbst kümmern. Kann man passende Autos mieten, Ausrüstungen leihen, wie sind Straßenzustände und Tankstellennetz, wie sicher, welche Gefahren lauern dennoch ... Toyota Hilux gemietet, Visa erstanden, Hotel für die ersten beiden Nächte in Riyad gebucht - eine Wahnsinnsaufgabe angesichts einer 8 Millionenstadt mit arabischer Beschriftung - und seit vier Wochen liegt die komplette Camping- und Fahrzeugausrüstung zu Hause im Anbau, ein gigantischer Berg, der in sieben Gepäckstücke verstaut werden muss. Natürlich fehlen auch der 8kg wiegende Kompressor, Klappspaten, vier Stühle und ein Tisch nicht. Wer mit Hans fährt, campt niemals ohne Stuhl.


Flüge haben wir auch gebucht, eine logistische Meisterleistung, weil Liska zwei Tage früher als wir anderen drei von Riyad nach Zürich fliegen muss und somit einen Gabelflug benötigt.


Jetzt bleiben noch Kleinigkeiten zu organisieren und völlig erstaunlich verschwand der riesige Berg heute problemlos in den Taschen. Und das eine knappe Woche vor Abflug. Das erfahrene Team macht's möglich.