Rückflug

Metrostation im nächtlichen Riyadh
Metrostation im nächtlichen Riyadh

Ein letztes Frühstück, bei dem ich zum Glück meinen Teller und meine Tasse selbst tragen darf.

Beim Auschecken spricht uns ein deutscher Mann an, möchte mit uns ins Gespräch kommen und irgendwie fällt es ihm schwer. Dann erfahren wir, er und seine Frau sind hier, weil ihr Sohn bei der Rallye Dakar mitfährt, Motorrad, in einem niederländischen Team. Ein Traum des Sohnes geht in Erfüllung, die Eltern können es kaum aushalten. Ihre Angst ist zum Greifen spürbar. Die heutige Etappe 1000 Kilometer lang. Ich kann so mitfühlen und bin so froh, dass Lasse nicht diese Rallye fährt, sondern einfach mit uns nach Hause fliegt. Nur ankommen, einfach nur ankommen wünschen sich die Eltern. Wir versprechen, dass wir genau dafür alle Daumen drücken.

Das einzig lustige an dieser Begegnung ist, dass wir so auf den allerletzten Metern unserer Reise noch in sehr authentischen Kontakt mit dieser Rallye kommen.


Unser Rückflug samt Umstieg in Istanbul verläuft entspannt. Auch wenn wir in Düsseldorf ewig aufs Gepäck warten müssen, sind schließlich alle Taschen da und gegen 23.30 Uhr sind wir totmüde und glücklich zu Hause. Lasse hört es als Erster - der Taxifahrer hat sich in der Wiese vor dem Tor festgefahren. Die Bergungsarbeiten dauern bis 1 Uhr - weil die Abschleppösen zu gut versteckt waren.


Das Wochenende tut gut, ein bisschen Winter dürfen wir auch noch erleben, der Alltag ab morgen ist absolut willkommen.